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Kurzinfo

Das Projekt DIONE befasst sich mit zwei Themen, die in der aktuellen Situation mit korona-bedingter geringer Mobilität und internationaler Zusammenarbeit auf der Tagesordnung stehen: Die Digitalisierung der Hochschullehre und die Entwicklung von alternativen Internationalisierungsformaten. Kurz gesagt: Wir entwickeln kurzfristige virtuelle Lehrkooperationen, die darauf abzielen, ein breites Spektrum an digitalen Kompetenzen zu erwerben.

Woran wir derzeit arbeiten

Vorbereitung des ersten Multiplier Events in Berlin
Fertigstellung der Kits für die Mikro-Kollaborationen
Zweite Pilotierung von Mikro-Lollaborationen
Hochladen unserer Ergebnisse auf die Plattform

Hintergrund

Die Digitalisierung der Lehre in Verbindung mit den Qualitätsanforderungen an die akademische Bildung stellt die einzelnen Lehrkräfte vor große Herausforderungen. Vor allem in den Geisteswissenschaften ist das Angebot an verfügbaren digitalen Lehrinhalten sehr begrenzt.

Ebenso ist die Internationalisierung der Lehre und die europäische Integration durch den Austausch von Studierenden eine große Aufgabe für die Hochschulen. Die Mobilitätsraten sollen erhöht werden, vor allem im Rahmen von Bildungsnetzwerken wie den europäischen Universitäten, aber mittelfristig werden ihnen durch die Pandemie und langfristig durch notwendige Reaktionen auf die Klimakrise Grenzen gesetzt.

Unsere Idee

Wir wollen:

  • Offene Bildungsinhalte erstellen, die ausgewählte Themen und spezifische digitale Kompetenzen in den Geisteswissenschaften und deren kritische Bewertung behandeln
  • ein mehrsprachiges, multikulturelles, multiperspektivisches und inklusives Lernumfeld entwickeln
  • Lehrkräfte befähigen und ermutigen, digitale Lehrmethoden zu nutzen und selbst offene Materialien zu erstellen.
  • ein Konzept entwickeln, das es ermöglicht, die Kursinhalte als Dreh- und Angelpunkt für gemeinsamen internationalen virtuellen Unterricht im Rahmen von Kurzstudienprojekten zu nutzen
  • konsequent output- und kompetenzorientierte offene Lehrinhalte bereitstellen, um die Unterrichtsqualität zu stärken

Was wir tun

DIONE wird offene Lehrkooperationen in einem internationalen und interdisziplinären Netzwerk innerhalb der Geisteswissenschaften entwickeln. Diese werden ausgewählte geisteswissenschaftliche Themen in Kombination mit digitalen Forschungsmethoden behandeln. Außerdem ist die kritische Bewertung digitaler Daten und Methoden ein Kernelement der Kurse.

Die entwickelten Mikro-Kollaborationen werden in verschiedenen digitalen Formaten und Unterrichtsformaten angeboten. Das erhöht die Anwendbarkeit auf Seiten der Lehrkräfte und gewährleistet einen inklusiven Zugang. Darüber hinaus enthalten die Mikro-Kollaborationen Einheiten, die auf die digitalen Kompetenzen der Lehrkräfte selbst ausgerichtet sind. Die Mikrokollaborationen bieten also wichtige digitale, themenspezifische und damit konkrete, anwendungsorientierte Kompetenzen auf drei Ebenen: digitale Recherchemethoden für Schüler/innen, digitale Schlüssel- und Lehrkompetenzen für Lehrkräfte und kritische digitale Kompetenz.

Die Mikro-Kollaborationskits werden mehrsprachig sein und Praxis- oder Anwendungsbeispiele aus verschiedenen europäischen kulturellen, sprachlichen, politischen oder historischen Kontexten enthalten, die von den Partnern erforscht werden.

DIONE geht die Frage der Mobilität mit einem innovativen Element an: Die entwickelten Kurse werden in einem zweiten Schritt genutzt, um Mikro-Kollaborationen zwischen den Lehrkräften der teilnehmenden Bildungseinrichtungen zu ermöglichen.

Mikro-Kollaborationt bedeutet, dass Lehrkräfte an zwei verschiedenen Hochschulen die mehrsprachigen Inhalte und Formate der offenen Kurse nutzen, um ihren Studierenden die Möglichkeit zu geben, während der Dauer dieser Kurse virtuell mit den Studierenden der Partnerhochschule zusammenzuarbeiten. Da es sich bei den Kursen um kürzere Lerneinheiten handelt, kann die Integration in den laufenden Unterricht flexibel gestaltet werden.

Zusammenarbeit zwischen Belgrad und der HU Berlin im Bereich der Sprachminderheiten-Politik

5-wöchige virtuelle Zusammenarbeit zwischen Studenten aus Oslo und der UCLouvain zum Thema Konstruktionsgrammatik und Morphologie

Mit wem wir arbeiten

Unser Projekt richtet sich in erster Linie an Lehrkräfte. Durch unsere offenen Bildungsinhalte möchten wir dir bei der Planung deines Unterrichts helfen. Wir möchten dich dabei unterstützen, deine eigenen digitalen Kompetenzen in Bezug auf ausgewählte Forschungsbereiche und im virtuellen Unterricht zu entwickeln. Und wir möchten dich dabei unterstützen, deinen Schülerinnen und Schülern den bestmöglichen Unterricht zu bieten.

Wir sehen uns auch als Pilotprojekt für die neu entstehenden europäischen Hochschulen. Vier der Konsortialpartner sind Teil von Circle.U und wir freuen uns, unsere Ideen für eine nahtlose Internationalisierung in dieses Netzwerk einzubringen.